geeignete Hardware für Home Assistant

1. Vorbemerkung

Home Assistant kann man auf verschiedener Hardware installieren. „Groß“ geworden ist Home Assistant auf dem Raspberry Pi, aber es gibt noch andere Möglichkeiten, Home Assistant zu betreiben.

2. Raspberry Pi 3

Raspberry Pi 3 Model B+ Verpackung

Home Assistant lässt sich problemlos auf einem Raspberry Pi 3 installieren. Wer einen solchen zu Hause noch „rumliegen“ hat, kann den prima dazu nutzen, um die Installation zu wagen und einfach mal zu testen, ob die Handhabung und das Design gefallen. Für den Produktivbetrieb stößt des Raspberry Pi 3 aber dann an seine Grenzen, wenn viele Integrationen installiert werden und eine ganze Wohnung oder gar ein ganzes Haus damit automatisiert werden soll. Ist dann vielleicht noch geplant Videostreams darzustellen, reicht die Leistung der Hardware nicht mehr aus.

Fazit: zum testen super; für den Produktivbetrieb eher auf andere Hardware zurückgreifen.

3. Raspberry Pi 4

Der Raspberry Pi 4 ist die Empfehlung für die meisten Anwendungen. Die Variante mit 2 GB ist ausreichend. Bislang habe ich mit noch keiner Integration Probleme gehabt und auch an der Zuverlässigkeit des Gerätes ist nichts zu bemängeln. Einen Ausfall hat es bisher nicht gegeben. Bei einem Raspberry Pi 4 ist auch nicht die CPU das „schwächste Glied“, sondern die SD-Karte. Hier sollte man beim Kauf extrem auf Qualität und Schnelligkeit achten. Auch bei mir hat die SD-Karte bisher noch keine Probleme verursacht.

Wer an der Performance etwas ändern möchte, kann den Raspberry Pi 4 auch mit einer SSD betreiben. Dann ist es auch möglich, die Maria-DB zu installieren.

4. ODROID-N2+ mit 4GB RAM

Eine gute Empfehlung ist ein ODROID-N2+ mit 4 GB Ram. Als CPU ist ein Amlogic S922X Hexa-Core-CPU ARMv8-A mit Big.Little-Architektur eingesetzt. Als Grafikkarte ist eine ARM Mali-G52 MP2 verbaut. Der ODROID-N2+ hat 4 GB DDR4 Speicher und neben einem microSD-Steckplatz auch einen Steckplatz für eMMC bis 128 GB. An Bord sind auch HDMI 2.0, LAN (RJ45, unterstützt 10/100/1000 Mbit/s), Audio (3,5 mm Klinke), 2x ADC-Eingang, RTC und IR-Empfänger.

Die Installation ist mit Balea Etcher und einem vorgefertigten Home Assistant Image sehr einfach.

Ein m.E. sehr wichtiger Aspekt ist der geringe Stromverbrauch, der bei CPU-Belastung mit 5,5 Watt und im Ruhezustand mit 1,9 Watt angegeben ist.

5. Generic x86-64 Hardware

Home Assistant lässt sich auch auf einem generischen x86-PC (normalerweise ein Intel- oder AMD-basiertes System) installieren. Das System muss 64-bit-fähig sein und über UEFI booten können. Das dürfte aber eigentlich kein Problem sein, da so ziemlich alle Systeme, die in den letzten 10 Jahren produziert wurden, den UEFI-Bootmodus unterstützen.

Vorteil ist, dass diese Systeme auch gebraucht vorhanden sind. Geeignete Computer sind je nach persönlichen Anforderungen etwa:

Es ist allerdings zu empfehlen, auf den Stromverbrauch der Geräte zu achten und im Blick zu behalten, dass diese im Dauerbetrieb laufen. Das zeigt folgende Berechnung. Wenn die Hardware 5 Watt verbraucht, dann errechnet sich ein Jahresstromverbrauch i.H.v. 43 kWh (5 W * 24h * 360 Tage / 1000), also bei 0,5 € pro kWh etwa 20 Euro pro Jahr. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 50 Watt sieht diese Rechnung schon anders aus. Dann sind nämlich etwa 200 Euro Stromkosten zu zahlen.

Auch die Installation kann bei den x86-PC durchaus etwas komplizierter sein. Um das Home Assistant-Betriebssystem zu starten, muss im BIOS der UEFI-Startmodus aktiviert und Secure Boot deaktiviert sein. Das Festplatten-Image von Home Assistant wird direkt auf die Festplatte oder einen USB Stick direkt auf Ihr Boot-Medium schreiben und Ihr x86 so konfigurieren, dass es den UEFI-Boot-Modus verwendet, wenn Sie von diesem Medium booten.

Eine Antwort

  1. Sehr schöne Anleitung für den Betrieb von Home Assistant. Hatte lange überlegt, welche Hardware ich mir hierfür anschaffen sollte. Zunächst hatte ich auf dem Gebrauchtmarkt einen alten Fujitsu Esprimo gekauft. Der war aber viel zu groß und mit DVD Laufwerk etc. versehen. Letztlich auch viel zu laut und der Stromverbrauch zu hoch. Ich kann Euch den Beelink Mini S empfehlen um dort Home Assistant mit Proxmox VE Unterbau zu installieren. Nur knapp 170 €, so klein wie ein Raspberry Pi und nur 4-5 Watt im Idle und absolut geräuschlos. Dafür voll Proxmox VE kompatibel ohne gefrickel mit Pimox auf ARM Architektur etc. Läuft bei mir seit drei Monaten ohne Probleme und ist superschnell. Hier mehr Infos für einen stabilen Betrieb: https://technikauswahl.de/2022/12/beelink-mini-s-der-bessere-raspberry-pi-fuer-proxmox-ve/

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